Info-Brief 3/2019

Liebe Mitglieder der Rehfelde-EigenEnergie eG,

Es geht auf das Jahresende zu und wir können schon mal Bilanz ziehen. Wir berichten zu einigen Entscheidungen des Aufsichtsrates vom 30. Oktober, u.a. zur Zukunft unseres Arbeitskreises und zum neuesten Stand der Planungen zur PV-Freiflächenanlage auf der Deponie „An der alten Gärtnerei“.

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  1. Das Jahr 2019 in der Genossenschaft

In der Generalversammlung konnten wir erfreulicherweise verkünden, dass die Genossenschaft 2018 erstmalig Gewinn erwirtschaftet hat und Dividenden auszahlen kann. Was wir bis dahin nicht wussten, war die Tatsache, dass sich diese Gewinnauszahlung wegen der Kirchensteuer zu einem „bürokratischen Monster“ entwickeln würde. Wir mussten eine Menge Daten von Ihnen abfragen und diese mit dem Bundeszentralamt für Steuern abstimmen. Diese Abstimmung muss dann jährlich über eine vorgeschriebene Schnittstelle erfolgen. Dass wir das mit unserer eigenen, relativ einfachen Mitgliederverwaltung nicht mehr leisten konnten, hat sich schnell herausgestellt. Also haben wir uns entschlossen, eine professionelle Software zur Mitgliederverwaltung aus einigen Angebote auszuwählen und einzukaufen. Über diese Software erfolgen Ihre Zinszahlungen, die Zahlungen der Abgeltungssteuer, des Solidaritätszuschlags und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Das Ganze hat viele Monate in Trab gehalten, wobei Sie ja fleißig mitgeholfen und uns die notwendigen Daten geschickt haben, vielen Dank dafür.

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  1. Aus für die PV-Freiflächenanlage auf der Deponie „An der alten Gärtnerei“?

Die Planungen sind vom Planungsbüro weitgehend abgeschlossen worden. Die für die Flächen- und Bauplanung benötigten Gutachten (Fledermausgutachten, Blendschutzgutachten etc.) wurden fertiggestellt. Im November wäre die Abwägung der Hinweise und Einsprüche aus der öffentlichen Auslegung fällig gewesen. Aber leider können wir wohl das Vorhaben nicht weiterverfolgen, weil sich das Projekt möglicherweise wirtschaftlich nicht trägt. Gründe sind eine gegenüber der bisherigen Planung um 40 % verkleinerte Fläche, weitere Kosten für den Naturschutz und Kosten für die Umplanung des Projektes. Hinzu kommt eine infolge der Degression geringere EEG-Vergütung durch die Terminverschiebungen. Der Aufsichtsrat hat uns mit einer Prüfung beauftragt.

Das mögliche Aus für dieses Projekt wäre sehr bedauerlich, denn wir haben in fast zwei Jahren viel Arbeit und inzwischen auch Geld in die Vorbereitung und Planungen gesteckt.

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  1. Naturstrom kauft ab 1. Januar 2020 unseren Strom

Wir haben seit der Inbetriebnahme unserer beiden Windräder im Juli 2017 den Strom im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Direktvermarktung an die GEWI AG verkauft. Mit den Konditionen und der Abwicklung der Direktvermarktung durch GEWI waren wir sehr zufrieden, wenn es uns auch trotz mehrerer gemeinsamer Anläufe nicht gelungen ist, mit GEWI einen „Rehfelde-Tarif“ für unsere Mitglieder zu entwickeln.

Ab 2020 starten wir nun neu, denn Mitte dieses Jahres hatte uns die GEWI AG ein Ultimatum gesetzt. Falls wir nicht umgehend den DV-Vertrag verlängern würden, wollte GEWI die Konditionen ab 2020 zu unseren Ungunsten ändern. Also haben wir uns nach einem neuen Direktvermarkter umgesehen und aus mehreren Angeboten die Naturstrom AG ausgewählt. Ab 1. Januar 2020 wird Naturstrom unseren Strom vermarkten.

Dieser Wechsel ist für uns sehr positiv, weil wir in der langen Planungsphase des Windparkprojektes schon intensiv mit Naturstrom verhandelt hatten. Hinzu kommt, dass unseren Mitgliedern, also Ihnen, mit Naturstrom ein Stromanbieter zur Verfügung steht, der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu einem günstigen Preis anbietet. Sie können folglich unseren Strom zukünftig von der Naturstrom AG direkt einkaufen. Wir möchten Sie passend dazu auf die gegenwärtige Naturstrom-Initiative aufmerksam machen, die Sie hier finden: https://strom.naturstrom.de/index.php?id=3051. Naturstrom wirbt dort mit folgendem Text:

„Mit echter Ökoenergie von NATURSTROM gestalten Sie mit uns gemeinsam die Energiewende. Sie reduzieren den CO2-Ausstoß und schützen nachhaltig das Klima und die Umwelt. Denn jede Kundin und jeder Kunde trägt dazu bei, dass mehr grüne Energie durch Deutschlands Leitungen fließt und neue Öko-Kraftwerke entstehen. Sie sind noch kein NATURSTROM-Kunde? Dann wechseln Sie jetzt! Sie sind schon NATURSTROM-Kunde? Dann empfehlen Sie uns weiter! Bis zum 31.01.2020 bedanken wir uns für jede erfolgreiche Empfehlung:

50 € für Kunden + 50 € für Neukunden

Die Gutschrift wird jeweils bei der nächsten bzw. der ersten Verbrauchsabrechnung verrechnet.“

Achtung: Diese Aktion läuft bis zum 31. Januar 2020.

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  1. Aktuelles

WEA-Ertragsprognose erreicht

Wir können erfreulicherweise berichten, dass unsere beiden WEA bereits in der KW 48 die Ertragsprognose erreicht haben. Alles, was jetzt bis zum Jahresende produziert wird, ist sozusagen „über den Plan“, der Wind muss natürlich auch noch mitspielen, also tüchtig wehen.

Arbeitskreis wird neu organisiert

Die Neuorganisation des Arbeitskreises wurde ebenfalls vom Aufsichtsrat entschieden. Der Arbeitskreis hatte ja in mehreren Sitzungen darüber beraten, wie die weitere Arbeit zu gestalten sei und wie man die Tätigkeit der Genossenschaft zu professionalisieren könnte?

Der Arbeitskreis wird nun zukünftig unter Leitung des Klimamanagers der Gemeinde Rehfelde, René Tettenborn tagen und sich mehr auf Themen des Kommunalen Energiekonzepts konzentrieren.  Es sollen auch Rehfelder Bürger in die Arbeit mit einbezogen werden und unsere Genossenschaft wird natürlich weiterhin kräftig mitwirken, ist sie doch Mitverfasser des Kommunalen Energiekonzepts der Gemeinde. Die erste Sitzung dieses neu formierten Arbeitskreises wird am 13. Dezember stattfinden.

Ebenfalls vom AR beschlossen, soll in einem gemeinsamen Entwicklungskonzept mit der Bürgerwerke eG die Professionalisierung der Genossenschaftsarbeit erarbeitet werden. Dazu wird es einen entsprechenden Vertrag mit den Bürgerwerken und weiteren beteiligten Genossenschaften geben.

Wir haben also wieder anspruchsvolle Aufgaben für 2020 vor uns. Wer da mitmachen möchte, kann sich gerne bei uns melden, wir würden uns darüber sehr freuen.

In einem der nächsten InfoBriefe werden wir darüber berichten.

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Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und ein erfolgreiches Jahr 2020!

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