Infobrief 2/2019

Liebe Mitglieder der Rehfelde-EigenEnergie eG,

Wir berichten in diesem Info-Brief über die Generalversammlung der Rehfelde-EigenEnergie eG und zum Stand der Planungen zur PV-Freiflächenanlage auf der Deponie „An der alten Gärtnerei“.

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  1. Aus der 8. Generalversammlung der Genossenschaft

In der 8. Generalversammlung stand wie jedes Jahr der Jahresabschluss des Vorjahres als Schwerpunkt auf der Tagesordnung, aber der Reihe nach:

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Torsten Mertinkat, begrüßte alle Gäste und die Genossenschaftsmitglieder.

Im Bericht des Aufsichtsrates bescheinigte er dem Vorstand eine ordnungsgemäße Führung der Genossenschaft. Er bedankte sich im Bericht bei seinem Vorgänger, Viktor Porodjuk, und bei dem ausscheidenden Vorstandsmitglied, Dietrich v. Tengg-Kobligk, für die geleistete gute Arbeit in den vergangenen Jahren und hob zugleich hervor, dass an den guten Ergebnissen der Genossenschaft auch die Mitglieder des Arbeitskreises durch ihre ehrenamtliche Arbeit einen hohen Anteil hatten und bedankte sich bei ihnen.

Der Vorsitzende des Vorstandes, Bernd Bechly, gab den Lagebericht der Genossenschaft ab und stellte den Jahresabschluss für 2018 vor.

Im Lagebericht verwies er auf die guten Erträge der PV-Anlagen und des Windparks im Jahr 2018. Der Jahresabschluss der REE Windenergie Rehfelde GmbH & Co. KG mit dem darin ausgewiesenen Jahresüberschuss wurde von der Gesellschafterversammlung im März 2019 bestätigt.

Im Jahresabschluss der Genossenschaft konnten dementsprechend gute Wirtschaftszahlen verkündet werden, u.a. dass die Verluste der Vorjahre ausgeglichen werden konnten und der Geschäftsanteil wieder den Nennwert von 250 € erreicht hat. Erstmalig konnte für 2018 ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden. Es wurden Rücklagen entsprechend Satzung § 36 gebildet, d.h. nach § 36 Abs. (1) 10 % gesetzliche Rücklage sowie nach § 36 Abs. (2) 20 % sonstige Rücklagen.

Entsprechen Satzung § 35 (5) und Genossenschaftsgesetz § 21a (2) können für 2018 Zinsen auf die Genossenschaftsanteile ausgezahlt werden.

Die Verwendung des Überschusses wurde von der Generalversammlung mit der Zustimmung zum Jahresabschluss bestätigt: 50,16 % werden für die Zinszahlungen verwendet und 49,84 % werden der Ergebnisrücklage zugeführt.

Der Ausblick auf 2019/2020 richtete sich natürlich auf unser derzeitiges Hauptprojekt „PVA auf der Deponie“ (siehe dazu Punkt 2.). Auch dieses Projekt kostet die „Ehrenamtlichen“ in der Genossenschaft wieder viel Kraft. Deshalb orientierte Bernd Bechly demnächst auf eine mehr professionelle Ausrichtung der Genossenschaft.

Der Gastvortrag „Vorstellung der Bürgerwerke eG“ wurde vom Gründungsmitglied der Bürgerwerke, Torsten Schwarz, aus Heidelberg gehalten. Die Bürgerwerke eG ist eine Dachgenossenschaft von Bürgerenergiegenos-senschaf­ten, die in diesen Verbund jeweils ihre eigenen Erfahrungen einbringen und vom Informationsaustausch untereinander profitieren. Wichtigste Tätigkeitsfelder der Bürgerwerke eG sind jedoch der Einkauf und der Vertrieb erneuerbarer Energien, d.h. Verkauf von selbsterzeugtem Strom und Gas zu eigenen Tarifen an alle Mitglieder. Die Rehfelde-EigenEnergie eG ist seit April 2019 Mitglied der Bürgerwerke eG und vielleicht kommen wir mit den Bürgerwerken zum Thema „Rehfelde-Tarif“ voran? Den Vortrag finden Sie HIER.

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  1. Planungsstand PV-Freiflächenanlage auf der Deponie „An der alten Gärtnerei“

Im Info-Brief 1/2019 hatten wir das Projekt und die Planungsschritte ausführlich vorgestellt. Inzwischen sind die Planungsunterlagen zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zum Bebauungsplan öffentlich ausgelegt. Die ausgelegten Dokumente können Sie auf der Internetseite des Amtes Märkische Schweiz https://amt-maerkische -schweiz.de/index.php einsehen.

Seit März laufen parallel zu der formellen Planung die Vermessungsarbeiten und vorgeschriebenen Kartierungen für Flora und Fauna auf der ehemaligen Deponie. Damit sind wir z. Z. noch im Terminplan und bemühen uns, dass dies auch so bleibt.

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  1. Aktuelles

Datenabfrage für die Zinszahlungen

Parallel zu diesem Info-Brief verschicken wir ein Formular zur Datenerfassung für die bevorstehenden Zinszahlungen auf Ihre Geschäftsguthaben und für die Überweisung der Abgeltungssteuer an die Finanzämter. Wir bitten Sie dringend, dieses Formular sorgfältig auszufüllen und schnellstens zurückzuschicken, weil wir die engen Fristen für die Steuerzahlungen einhalten müssen. Wenn Sie uns einen Freistellungsauftrag oder einen Nichtveranlagungsbescheid schicken, überweisen wir Ihnen die Zinsen ohne Abzug.

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Für den Bau der beiden WKA wurden im Rahmen der BImSchG-Genehmigung Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen angeordnet. Diese wurden mit Abschluss der Bautätigkeiten 2017 fertiggestellt und seitdem entsprechend den Auflagen gepflegt.  Wir kontrollieren in regelmäßigen Abständen die ordentliche Pflege der Pflanzungen und schauen, ob es nicht erneut Zerstörungen durch Vandalismus gegeben hat (2018 hatten wir bereits berichtet). Die letzte Kontrolle im Mai ergab, dass inzwischen alle Pflanzungen gut angewachsen sind und gedeihen. Dafür sorgt eine regelmäßige Bewässerung in den Trockenzeiten durch das beauftragte Unternehmen.

Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung der WKA

Aus Luftsicherheitsgründen müssen Windenergieanlagen (WEA) ab einer Gesamthöhe von mehr als 100 Metern in Deutschland nachts durch Lichtsignale gekennzeichnet werden. Die blinkenden Lichter werden von Anwohnern häufig als störend empfunden. Der Einsatz einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) ist daher ab dem 01.07.2020 durch das neue Energiesammelgesetz (EnSaG) vorgeschrieben. Diesem Thema müssen wir uns verstärkt widmen, zumal einerseits der Verlust der Marktprämie droht, aber andererseits viele Fragen zur Realisierung noch unklar sind. Wir werden demnächst weiter darüber berichten.

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Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer mit erholsamen Urlaubstagen!