Infobrief 4/2018

Liebe Mitglieder der Rehfelde-EigenEnergie eG,

 

Das Jahr 2018 geht zu Ende und wir ziehen eine erste Bilanz: 2018 war für die Genossenschaft wieder ein erfolgreiches Jahr. Die Windräder laufen gut, die Stromerzeugung liegt über den Prognosewerten. Auch die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Turnhalle und des Kindergartens haben fleißig produziert. In diesem Info-Brief berichten wir über die Öffentlichkeitsarbeit unserer Genossenschaft und unter Aktuelles u.a. zur personellen Veränderung im Aufsichtsrat.

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  1. Förderprojekt WinWind

Die Rehfelde EigenEnergie eG wurde als Partnerunternehmen für das Projekt WinWind ausgewählt, weil uns in Ostdeutschland etwas Seltenes gelungen ist: Echte Bürgerwindenergieanlagen!  Ziel des Projekts WinWind ist es, „die soziale Akzeptanz und Unterstützung für die Windenergie in Regionen mit einem relativ geringen Windenergieausbau zu fördern und zu deren sozial- und umweltverträglichen Marktdurchdringung beizutragen“. http://winwind-project.eu/de/. Diese Wortwolke erscheint zwar gefühlt weit weg von der Realität, jedoch rückt Rehfelde und unsere Genossenschaft dadurch in den Fokus von Forschern und Journalisten, die immer häufiger über Rehfelde berichten. Regelmäßige Workshops führen die Teilnehmer des Projekts zusammen und ermöglichen einen Austausch zu umstrittenen Themen. Am 10.12.2018 diskutierten wir mit Vertretern der regionalen Planungsgemeinschaft, der Landesregierung und des Parlaments darüber, was „Gerechte Teilhabe der Bürger und Gemeinden am Windenergieausbau“  ist.  Im Workshop wurde dafür geworben regionale Stromtarife bzw. Anwohnertarife zu ermöglichen. Die Kopplung von Wärme, Strom und Verkehr bietet neue Chancen, Bürger und Kommunen bei der Energiewende einzubeziehen. Landeseigene Energieagenturen als neutrale Anlaufstelle für Kommunen und Bürger sind ein in anderen Bundesländern bewährtes Instrument zur Akzeptanzverbesserung. Zur Akzeptanzverbesserung soll auch eine Kommunalabgabe für Betreiber von Windenergieanlagen beitragen, die von der Landesregierung geplant, aber noch nicht konkretisiert ist.

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  1. Förderprojekt KlimaGen

Das Förderprojekt KlimaGen wird von der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV in Kooperation mit der Universität Kassel und dem deENet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. durchgeführt. Eines der Ziele ist, die Genossenschaftsvorstände bei der strategischen Ausrichtung ihrer Energiegenossenschaft zur Erschließung neuer Klimaschutz relevanter Geschäftsfelder zu unterstützen. Zugleich sollen sie befähigt werden, innovative und effektive Instrumente zur Bürgeraktivierung im Klimaschutz einzusetzen. Weiteres finden Sie hier:

https://www.klimaschutz.de/projekte/klimagen-von-der-energie-zur-klimaschutzgenossenschaft

KlimaGen unterstützt speziell unsere Energiegenossenschaften auf dem steinigen Weg von einer ehrenamtlich geführten Bürgergemeinschaft zu einem professionell geführten Bürgerunternehmen. Verschiedene Bausteine des Projekts sind so angelegt, dass sie u.a. dem Vorstand der Genossenschaft Hilfestellungen geben, Mitglieder zur Mitarbeit zu motivieren und in Rehfelde und Umgebung neue Mitglieder für den „Rehfelder Weg der Energiewende“ zu begeistern. Dazu erhält der Vorstand der Genossenschaft von den KlimaGen Mitarbeiterinnen nun Konzepte und Materialien, z.B. Flyer zur Werbung neuer und insbesondere auch jüngerer Mitstreiter. Dabei ist nicht nur technisches Wissen gefragt, sondern auch kreative Fähigkeiten sind erwünscht.

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  1. Besuch aus Fernost in Rehfelde

Auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie war eine südkoreanische Wirtschaftsdelegation einige Tage in Berlin und Brandenburg unterwegs. Sie informierten sich über die Energiewende in Deutschland, insbesondere über die Akzeptanz in der Öffentlichkeit und die Bürgerbeteiligung. In Rehfelde besuchten die Gäste aus Korea zunächst den Windpark. Dann wurde von unserem Klimamanager René Tettenborn ein Vortrag über den „Rehfelder Weg der Energiewende“  und von unserem Genossenschaftsvorsitzenden Bernd Bechly ein Vortrag über die Entwicklung der Genossenschaft gehalten. Anschließend konnten von beiden Dozenten viele Fragen der Gäste beantwortet werden. Leider reichte die Zeit nicht, um mit den koreanischen Fachleuten mehr ins Gespräch zu kommen. Wir erfuhren jedoch, dass die Entwicklung erneuerbarer Energien in Korea noch ganz am Anfang stehen soll. Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.gemeinde-rehfelde.de/news/5/480253/wirtschaft/koreaner-auf-%E2%80%9Erehfelder-weg-der-energiewende%E2%80%9C.html

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  1. Aktuelles

Personelle Veränderung im Aufsichtsrat

Unser Aufsichtsratsvorsitzender Viktor A. Porodjuk ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Dies hat er uns in einem Schreiben vom 20.11.2018 mitgeteilt. Wir bedauern das sehr, zumal Viktor sich als einer der ersten Aktivisten hier in Rehfelde für die erneuerbaren Energien eingesetzt hat. Er ist Mitbegründer von Arbeitskreis und Genossenschaft. Natürlich akzeptieren wir seine Entscheidung und sprechen ihm für die langjährige ehrenamtliche Arbeit unseren herzlichen Dank aus. Wir wünschen ihm alles Gute und baldige Gesundung.

Der Aufsichtsrat hat in einer gemeinsamen Sitzung von Aufsichtsrat und Vorstand am 12.12.2018 Torsten Mertinkat zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Die weitere Funktionsverteilung im Aufsichtsrat:

  • Heinz Kuflewski, stellvertretender Vorsitzender
  • Thomas Bosse, Schriftführer
  • Matthias Gräf, stellvertretender Schriftführer

Nach unserer Satzung muss der Aufsichtsrat aus mindestens drei Mitgliedern bestehen, so dass keine Neuwahl notwendig ist. Die nächste Generalversammlung kann durch Nachwahl den Aufsichtsrat wieder auf fünf Mitglieder erweitern.

PV-Anlagen auf den Deponien von Rehfelde

In diesem Projekt verschiebt sich die Entscheidung zum Projekt frühestens auf Januar 2019. Dann wird die  Gemeindevertretung voraussichtlich in einer Sondersitzung über eine Verpachtung der Flächen auf der Deponie „An der alten Gärtnerei“ entscheiden. Bis dahin müssen wir noch einige Fragen zur Wirtschaftlichkeit klären. Die PVA auf der Deponie „An der Zinndorfer Chaussee“ haben wir vorerst zurückgestellt, da eines der vorgesehenen Flurstücke sich nicht im Eigentum der Gemeinde befindet.

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Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest  und uns gemeinsam ein erfolgreiches Jahr 2019!